Das Herzstück meiner neuen Anlage ist ein Vorfilter in Form eines sich selbstständig reinigenden Trommelfilters. Er sorgt dafür, dass der Schmutz, den meine Diskusfische produzieren, ab einer Partikelgröße von 40µm im Minutentakt aus dem Wasserkreislauf entfernt wird. Dadurch ist die Wasserbelastung gegenüber herkömmlichen Filtersystemen deutlich reduziert. Filter
Nach dem Trommelfilter erfolgt die biologische Wasserreinigung in einem Biofilmreaktor. Dies ist ein sogenannter Schwebbettfilter, in dem das Filtermaterial durch starke Belüftung in Zirkulation versetzt wird. Neben einer guten Sauerstoffversorgung hat der Schwebbettfilter den Vorteil, dass sich keine Schmutzpartikel in ihm absetzen können. Der Schmutz, der den Filter passiert, wird irgendwann durch den Trommelfilter aus dem System entfernt. reaktor
Im Anschluss an den Schwebbettfilter wird dem Wasser reiner Sauerstoff zugeführt, da meine Becken teilweise sehr stark mit bis zu 150 Diskus pro 700 Liter besetzt sind. Mit normaler Belüftung würde ich nur 60-80% Sauerstoffsättigung erreichen. Das ist für ein gutes Wachstum der Diskusfische zu wenig.

Nach der Sauerstoffanreicherung erfolgt die Erwärmung des Wassers über einen Wärmetauscher, der an der Zentralheizung unseres Hauses angeschlossen ist.
Bevor das Wasser wieder in die Aquarien fließt, wird es noch über eine UV-Anlage etwas entkeimt. Dabei wird keine Sterilität erzeugt, wie gelegentlich behauptet wird, sondern nur eine leichte Reduktion der Keimdichte.
schwebefilter
Parallel zu dieser Filteranlage wird ein Teilstrom des Wassers mit Hilfe eines sogenannten Osmosefilters aufbereitet. Die Anlage hat eine Ausbeute von 80%. Das bedeutet, dass ich pro Tag aus 10000 Liter Aquarienwasser 8000 Liter Frischwasser erzeugen kann. Dies spart nicht nur Wasser, sondern auch jede Menge Energie, die zum Aufheizen von 8000 Liter kalten Leitungswassers notwendig wäre.


letzte Aktualisierung 20. 03. 2017

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